Palmarin entdecken

 

Das auf einer schmalen Landzunge zwischen Atlantikküste und Sine-Saloum-Nationalpark gelegene Dorf Palamarin hat sich seinen ursprünglichen Charakter einer alten Sereer-Siedlung bewahren können.


Eingebettet zwischen  Kokos-Palmyra- und Ölpalmen erstrecken sich die Ortsteile Ngallou, Ngueth, Gounoumane und Diakhanor fast 20 Kilometer entlang der wenig befahrenen Schotterpiste von Joal nach Djiffer. Seiner Lage abseits der ausgebauten Fernstrassen verdankt Palmarin seinen besonderen Reiz. Vor kurzem wurde die gesamte Region um Palmarin wegen ihrer einzigartigen Lage von Staats wegen zur "sanften Tourismus-Zone" erklärt. Mit dem Erfolg, dass ökologisch engagierte Einheimische immer häufiger dazu übergehen, ihren Gästen einen umweltschonenden, sozialverträglichen Senegal-Aufenthalt anzubieten.


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Einer dieser "neuen" Gastgeber ist Abdou Ndiaye. Sein Campement "Nanaay" liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt auf einem etwa 15.000 qm großen  Areal zwischen Palmarin-Ngueth und Palmarin-Gounoumane. Anders als die kommerziell geführten Touristik-Hochburgen an der "Petite Cote" legt Abdou Ndiaye besonderen Wert darauf, seinen Gästen ein authentisches und individuelles Afrika-Erlebnis zu bieten. Jeder - ob allein oder in der Gruppe - kann seinen Aufenthalt nach seinen Vorlieben gestalten. Und das in einem Ambiente, das Erholung pur bietet.

     
 

Wohnen im Campement

 

Der helle, flach ins Meer abfallende Sandstrand wird täglich gesäubert und lädt direkt vor dem Camp zum gefahrlosen Baden, Sport treiben oder Fischen ein. Oder einfach nur zum Faulenzen unter schattigen Eukalyptushainen.
Als Relikt aus stürmischen Tagen zieht ein gewaltiges Wrack die Blicke auf sich
.

Vor den Mahlzeiten wird das Zubereiten landestypischer Mahlzeiten zu einem anregenden und kommunikativen Gemeinschaftserlebnis

"Abwarten und Tee trinken" heißt die Devise, wenn sich Gäste und Freunde des Hauses am Lagerfeuer versammelt, um zu diskutieren und zu singen, zu spielen und zu tanzen...

Für zwei Stunden am Tag liefert ein Generator elektrischen Strom. Kaum ist sein leises Tuckern verstummt, kommen Djembe und Cora, Gitarre und Gesang voll zur Entfaltung.
Elektrisches Licht würde nur stören, wenn nach Sonnenuntergang der Mond am Abendhimmel über dem Meer emporsteigt


Wie überall in Afrika wird körperliche Fitness groß geschrieben, z.B. beim "Lutte", dem landestypischen Ringkampf, der in Palmarin besonders erfolgreich gepflegt wird.
Und auch beim Tanz abends an der Bar verrät die Körpersprache mehr, als Worte je zum Ausdruck bringen könnten: Lebensfreude pur und natürliche Fröhlichkeit.

     
     
   

Bungalows

 

Zwischen Palmen, Eukalyptussträuchern und blühenden Stauden laden - in Sichtweite einer überdachten Loggia mit Restaurant, Bar  und Küche - zehn Schilf gedeckte Bungalows zum Logieren ein.

 

Die Ausstattung der landestypischen Rundhütten ist einfach, zweckmäßig und geschmackvoll. Über eine kleine Eingangs-Terrasse erreicht man den runden Wohn-Schlafbereich, der mit einem Grand-Lit mit Moskitonetz, sowie einfachen Möbeln und einem begehbaren Schrank ausgestattet ist.

Die Sanitäranlagen der Bungalows entsprechen europäischem Standard. Ein Wasch- und Duschraum, sowie eine separate Toilette werden aus dem hauseigenen Brunnen versorgt.

Die Stromversorgung erfolgt stundenweise über ein Aggregat. Darüber hinaus stehen in allen Bungalows Petroleumlampen zur Verfügung.

 
     
   

Küche und Service

 

   
Ein familiäres Team kümmert sich rund um die Uhr sehr persönlich um das leibliche Wohl der Gäste. Frühstück, Mittagessen und Abendessen gehören zum täglichen Verwöhn-Ritual.

Die Mahlzeiten werden je nach Wunsch der Gäste im afrikanischen (auf einer gemeinsamen Platte oder Schüssel auf einer Bastmatte) oder im europäischen Stil (auf separaten Tellern am Tisch) serviert.
     



Vegetarische Speisen werden schmackhaft und in großer Vielfalt zubereitet

Die senegalesische Küche ist schmackhaft und leicht bekömmlich. Sie besteht überwiegend aus Fisch, manchmal auch aus Huhn, dazu gibt es Reis, diverse Soßen und viel Gemüse. Abends gibt es meist Kartoffel-, Bohnen- oder Pasta-Gerichte. Obst wird je nach Saison zum Frühstück oder auch als Zwischenmahlzeit gereicht.

 

Individuelle Wünsche oder Unverträglichkeiten von Speisen werden ebenfalls berücksichtigt.

     
     
 

Afrika erleben - Kurse und Ausflüge

 

Auf Nachfrage werden - auch kurzfristig - kreative Kurse angeboten, die den Gästen ein besonders intensives und nachhaltiges Afrika-Erlebnis ermöglichen: Trommelkurse und Kochkurse gehören ebenso zum Angebot wie Kurse in afrikanischem Tanz, afrikanischer Malerei und anderen Techniken des heimischen Kunsthandwerks. Im direkten Kontakt mit einheimischen Künstlern und Handwerkern gewinnen interessierte Gäste dabei besonders tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Gastgeber. Besucher, die an alternativer Heilkunst interessiert sind, haben außerdem die Möglichkeit, ein paar Tage mit einem Schamanen zu verbringen. Da auf diese intensive Form der Begegnung jeder anders reagiert, sind dafür vorherige Absprachen erforderlich.

 

Tanzen

 

   

Beim senegalesischen Sabar-Dance, benannt nach den Trommeln, die seinen Rhythmus erzeugen, gehen die TänzerInnen bis zur totalen Erschöpfung aus sich heraus und begeistern durch artistische,  choreografischen Kreationen.

Auf Wunsch kann der Sabar Dance und andere Tänze in Form von Kursen erlernt werden. Ein Vorgeschmack auf YouTube macht Lust auf mehr....

     

         

 

   

Trommeln

 

   
Trommelkurse mit einheimischen Musikern gehören ebenfalls zum Angebot.

 

Das Erlebnis gemeinsamer Trommel- und Tanzabende schafft nicht nur ein neues Körpergefühl, es hebt auch das Selbstbewußtsein.

Das Erlernte kann in geselliger Runde abends am Lagerfeuer sofort in die Tat umgesetzt werden.

   

Kochen

 

   

Wer sich für die afrikanische Küche interessiert, kann gerne aktiv werden und bei der Zubereitung landestypischer Speisen viel über Gewürze, Aromen und Rezepte lernen.

 

Insbesondere bei der Zubereitung von Fischgerichten überrascht die Vielzahl der Rezepte.

Mit einfachsten Küchengeräten werden raffinierte Menüs mit Vor- Haupt- und Nachspeise gezaubert.

Dabei wird Hygiene groß geschrieben. Das Abkochen des Wassers gehört inzwischen zum Standard.

     
   

Ausflüge

 

Besonders gerne lädt Abdou Ndiaye seine Gäste ein, mit ihm persönlich die Besonderheiten und Schönheiten seiner Heimat und ihrer Bewohner zu entdecken. Unter seiner Führung werden Ausflüge in die Umgebung zum Angeln, Baden, Einkaufen, Fotografieren oder Picknicken zum unvergesslichen Erlebnis.
 

        Im Buschtaxi...   mit Pferdewagen...

  oder Piroge...   werden Märkte..

Fischerdörfer...  religiöse Kultstätten...

  und anderen Sehenswürdigkeiten besucht. 

Zwischen Saloum...    und endlosen Stränden...

  erleben Körper, Geist und Seele...     

        eine neue Einfachheit des Seins   

 
 
 
 

Preise und Tarife

 

Um unseren Gästen einen möglichst kostengünstigen Aufenthalt zu ermöglichen, verfolgen wir das Ziel eines umweltschonenden und sozialverträglichen Tourismus. Damit wollen wir nicht nur die Reisekasse der Gäste entlasten, sondern auch einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation in der Region leisten. Auch gemeinnützige Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenstationen profitieren regelmäßig von einer erfolgreichen Entwicklung des Campements. Entsprechend groß ist die Dankbarkeit und Herzlichkeit, mit der die Dorfbevölkerung von Palmarin den Besuchern des Campements begegnet.

Das Konzept: Urlaub machen und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten stellt im Campement Nanaay also keinen Widerspruch dar, vielmehr dient diese Form des sanften Tourismus dem Interessenausgleich zwischen den Bedürfnissen und Kompetenzen der Dorfbevölkerung und dem Wunsch der Besucher nach intensivem Naturerleben und interkultureller Begegnung. Im Lichte dieses Konzepts sind folgende Preise und Tarife zu verstehen:

Transfer

Flughafen Dakar - Palmarin (ca. 100 km Asphaltstraße bis Joual, ca. 40 km Sandpiste durchs Sine-Saloum-Delta, Fahrzeit inkl. 1 Stop in Mbour ca. 4 Std. bei Nacht)

PKW (4-5 Pers)

100 €  (65,595 CFA)

 
   

Tag

VP

Logis, Frühstück, Mittag- Abendessen

35 €  (22,960 CFA)

HP

Logis, Frühstück u. Abendessen

30 €  (19,680 CFA)

ÜF

Logis, Frühstück

25 €  (16,400 CFA)

 

Tagesausflug mit Piroge (Fischen, Baden, Austernessen)

25 € p.P. mindest.100 €  (65,595 CFA)

 

Ausflüge mit PKW u/o Pferdewagen

je nach Verhandlungsgeschick

 

Kurse für Trommeln, Tanzen, Malen, Kochen

je nach Teilnehmerzahl

Trinkgelder schaden nicht - sie helfen!

 

Kontakt

in Deutschland:

vor Ort:
Abdou Ndiaye
(deutsch/franz)

+221 77 578 3331
+221 33 949 9831

ndiayamoos@web.de

Yvonne Raab
deutsch/englisch

+49 821 5083994
+49 162 6149636

eigen-haendig@web.de

Lol Bauer
deutsch


+49 170 1447212

nanaay@t-online.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nützliche Informationen

 

(Auszüge aus dem Urlaubshandbuch „Senegal Gambia“ von Thomas Baur)

Subtropisches Klima

In der Trockenzeit von November bis April herrscht Sonnenschein, die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Meeresnähe bei 24–28 Grad. Im Landesinneren klettern die Temperaturen oft auf weit über 30 Grad. In den Wintermonaten bläst häufig der trockene Harmattan aus der Sahara. Dann ist die Luft mit feinstem Sand durchsetzt, und die Sicht ist stark eingeschränkt, was vor allem Reisende mit Fotoambitionen ärgert. In der Regenzeit von Juni bis September steigt die Luftfeuchtigkeit drastisch an, wodurch die Temperatur noch höher erscheint. In dieser Zeit weht der Wind meist aus südwestlicher Richtung, was zu kurzem, aber heftigem Monsunregen führt. 

Gesundheit

Vor dem Kulturschock (nicht zwingend) kommt der Klimaschock. Wer aus Europa kommend aus dem Flugzeug steigt, hat nicht selten einen Temperaturunterschied von 40 Grad zu verkraften. Kein Wunder, wenn da der Kreislauf nicht mitspielt. Auch Schnupfen und Erkältungskrankheiten sind oft die Folge, viel häufiger übrigens als der gefürchtete Durchfall. Man sollte deshalb in den ersten Tagen etwas kürzer treten und ausgedehntes Sonnenbaden sowie längere Exkursionen in den Mittagsstunden tunlichst unterlassen. Es braucht nicht lange für einen kapitalen Hitzschlag oder Sonnenstich. Überhaupt ist eine kräftige Konstitution nicht von Nachteil in Afrika.

Beim Essen gilt: Alles was geschält, gekocht oder gegrillt wird, kann meist ohne Bedenken verspeist werden. Zurückhaltung ist dagegen bei Kopfsalat und Eiswürfeln in Getränken geboten. Dauerthema in Westafrika ist die Malaria, französisch le paludisme. Europäische Ärzte empfehlen meist eine Prophylaxe mit Lariam oder ähnliche Präparate mit dem Wirkstoff Mefloquin. Diese teuren Medikamente sind hoch wirksam, aber leider nicht frei von (massiven) Nebenwirkungen. Afrikanische Ärzte schütteln über die Impfwut und Malariaprophylaxen ihrer europäischen Kollegen oft nur den Kopf. Zum einen, weil 90 Prozent aller Touristen nicht während oder nach der gefährlichen Regenzeit reisen und dazu noch in klimatisierten Zimmern nächtigen, zum anderen, weil durch die fortwährende Verabreichung von starken Medikamenten langfristig resistente Erreger erzeugt werden.

Unsere Prophylaxe bestand aus einem guten Moskitonetz und dem konsequenten Einsatz von Mückenschutz, etwa Autan, sowie entsprechender Kleidung. Vor allem in der Dämmerung und nachts ist die Anophelesmücke aktiv, die den Erreger der Malaria überträgt. Bei abendlichen Spaziergängen oder beim Sun-Downer auf der Hotelterrasse sollten deshalb Arme und Beine vollständig bedeckt sein. Erfahrene Afrikareisende tragen z.B. abends immer Socken. Denn wer nicht gestochen wird, bekommt auch keine Malaria. Andererseits: Nicht jeder Stich führt zwangsläufig zu Malaria. Das eigentlich Gefährliche an dieser Krankheit ist, dass sie in Europa meist als harmlose Grippe diagnostiziert wird. Wenn Sie sechs Wochen nach der Rückkehr nicht an Malaria erkrankt sind, ist die Gefahr vorbei. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Hausarzt beraten. Eine Gelbfieberimpfung ist für Senegal und Gambia nicht mehr vorgeschrieben, hat aber in vielen Gegenden südlich der Sahara durchaus ihre Berechtigung. Diese Impfung hält zehn Jahre und ist meist gut verträglich.

Medikamente

Nützliche Medikamente sind Kopfschmerztabletten, ein Breitband-Antibiotikum, Jod oder besser gleich eine Cortison-Salbe, da selbst kleine Verletzungen in den Tropen oft nur schwer verheilen, etwas Verbandszeug, Mittel gegen Durchfall und Verdauungsbeschwerden, reichlich Insektenspray wie Autan und natürlich Sonnenschutzmittel (mit hohem Schutzfaktor).

Nützliche Tipps für Individual-Reisende

Absolut nützlich sind Taschenlampe, Taschenmesser und ein Moskitonetz, über das nicht alle Hotels verfügen. Denken Sie auch an ein paar Meter Schnur, um das Netz zu befestigen. Bewährt hat sich auch ein Geldgürtel, der groß genug für Pass und Ticket ist. Ebenso ein großer Bettbezug, für den Fall, dass Sie in einer wirklichen Absteige landen oder der örtliche Polizeichef Ihnen freundlicherweise sein Sofa zur Verfügung stellt, weil es im Dorf partout keine Übernachtungsmöglichkeit gibt

Begrüßung 

Westafrikaner begrüßen sich lange, bei wichtigen Personen dauert dieses Zeremoniell mitunter Minuten, die Verabschiedung ist dagegen eher nebensächlich. Auch der Reisende tut gut daran, sich den Gepflogenheiten ein Stück weit anzupassen. Und dazu gehört in der Regel auch ein Handschlag. Selbst bei einer einfachen Frage nach dem Weg sollte man sich immer Zeit zu einer förmlichen Begrüßung nehmen. Alles andere wäre grob unhöflich. Auf die im Senegal und Gambia allgemein gebräuchliche Begrüßung salam maleikoum (Friede sei mit Dir), folgt die Erwiderung maleikoumsalam (mit dir sei Friede). In Wolof sagt man: nanga deff? (Wie geht es?), die Antwort lautet mangi fi rek (Es geht gut).

Geschenke

Nicht verkehrt sind kleine Mitbringsel wie Kugelschreiber, Einwegfeuerzeuge, Schlüsselanhänger, Taschenkalender etc. Darüber freuen sich Menschen, denen sie etwas näher kommen, mehr, als über ein paar Münzen. Noch ein Tipp: Kopieren sie für den Fall eines Diebstahls alle wichtigen Papiere und bewahren sie diese getrennt auf. Und last but not least: Nehmen Sie, wenn möglich, etwas von Ihrer kostbaren Zeit mit, dem einzigen Gut, über das der Afrikaner im Überfluss verfügt.

Verkehrsmittel

Senegals gebräuchlichstes Transportmittel ist immer noch das Buschtaxi (Taxi brousse), in der Regel ein Kombi der Marke Peugeot mit sieben Sitzplätzen, deshalb auch der Name sept place. Diese mehr oder minder sicheren Gefährte findet man in jeder größeren Stadt am zentralen Gareroutière. Was auf den ersten Blick wie das reine Chaos anmutet, ist in Wirklichkeit perfekt organisiert. Die Preise sind festgesetzt. So kostet etwa die vierstündige Fahrt von Dakar nach Saint Louisgerade einmal 3000 CFA, umgerechnet weniger als 5 Euro. Größere Gepäckstücke werden extraberechnet, der einzige Ansatzpunkt für Schummeleien. Der große Nachteil dieses Transportsystems: Gefahren wird erst, wenn der Wagen restlos belegt ist – und das kann dauern. Wer die Prozedur verkürzen will, kauft einfach die vakanten Plätze auf, und schon geht’s los. Das vergrößert automatisch den Sitzkomfort, den gerade die hinterste Reihe ist eigentlich viel zu eng für drei Personen. Grundsätzlich gilt: Je früher man am Gare routière ankommt, desto besser ist die Chance für ein rasches Weiterkommen. Das Verkehrsmittel der kleinen Leute ist das so genannte „Alham“ (kurz für Al-ham-dulihah), meist weiße Mercedes-Busse aus den 1970er Jahren. Die Fahrt in den extrem eng bestuhlten Bussen mitminimaler Beinfreiheit ist nicht sonderlich bequem. Wer Zeit hat und Körperkontakt nicht scheut, kommt so rund ein Drittel billiger ans Ziel als im Buschtaxi.

Mietwagen

Mietwagen sind recht teuer. Das beginnt bereits bei der obligatorischen Kaution, die selten unter 300 Euro liegt. Viele Autovermietungen verlangen auch eine Vorauszahlung der anzunehmenden Kosten. Zum Tagessatz, der für einen Kleinwagen bei umgerechnet rund 30 Euro beginnt, kommen nochsaftige Kilometergelder hinzu, je nach Fahrzeugtyp bis zu 1 Euro/km. Selbst bei Ausschöpfung aller Rabatte und einer Mietdauer von vier Wochen(!) summieren sich die Kosten für einen Kleinwagen auf umgerechnet mehr als 25 Euro pro Tag.

Autofahren

Vergessen Sie alles, was sie je über die Straßenverkehrsordnung gelernt haben, und rechnen Sie jederzeit mit dem Schlimmsten! Denn auch hinterm Steuer lebt der Afrikaner seinen grenzenlosen Optimismus aus. Das gilt besonders für jugendliche Mofafahrer. Potenzielle Gefahrenquellen stellen weniger die hoch betagten, langsamen Schrotkisten dar, als vielmehr die meist völlig überladenen Lastwagen sowie Chauffeure, die ihre Neuwagen unter- und die eigenen Fähigkeiten überschätzen. Das belegen unzählige Wracks, die bis zum Jüngsten Tag an den Nationalstraßen vor sich hin rosten. Nicht selten hat man den Fahrer gleich neben seinem Wagen bestattet. Die meisten Unfälle passieren übrigens nachts, was angesichts der oft desolaten Beleuchtung der Fahrzeuge nicht verwundert. Ein weiteres Problem für westliche Automobilisten stellt das völlige Fehlen von Wegweisern dar. Oft hilft nur noch Durchfragen, nachts ein aussichtsloses Unterfangen. In manchen Fällen kann nur ein Führer helfen.

Währung

Senegal ist Mitglied der Westafrikanischen Währungsunion, der Communauté Financieré Africaine (CFA), deren Währung der Franc-CFA ist. Wie schon in der Vergangenheit wird der Franc-CFA auch nach Einführung des Euro weiter von der Banque de France gestützt. Das macht ihn zu einer vergleichsweise stabilen Währung. Gleichwohl bestehen innerhalb der CFA-Länder Bestrebungen, sich von der Abhängigkeit von Frankreich zu lösen. Der Franc-CFA ist in 13 weiteren Ländern Afrikas Zahlungsmittel, darunter in den Nachbarländern Mali und Guinea-Bissau. Zu beachten ist, dass der Franc-CFA außerhalb Afrikas nur in Frankreich zurückgetauscht werden kann, und dann auch nur mit erheblichen Wechselverlusten. Für 1 Euro erhält man rund 665 CFA. Es gibt Scheine zu 500, 1000, 5000 und 10.000 CFA; Münzen zirkulieren im Wert von 10, 25, 50, 100und, sehr selten, 250 CFA. Vorsicht: Seit 2003 sind vermehrt falsche 5000er-Scheine ohne Sicherheitsstreifen in Umlauf. 

Kleidung

Neben leichter sommerlicher Bekleidung, vorzugsweise aus Baumwolle oder Leinen, sollten auch wärmere Sachen für kühle Abende eingepackt werden. Besonders im Norden Senegalsund am Cap Vert kann es in der Nacht empfindlich kühl werden. Nicht geeignet ist dunkle oder schwarze Kleidung, weil diese in der Dämmerung zusätzlich Moskitos anlockt. Kopfbedeckung nicht vergessen. Bei Ausflügen in den Busch sind wegen der meist dornigen Vegetation feste, geschlossene Schuhe von Vorteil. Auch in Senegambia gilt: Kleider machen Leute. Selbst wenig begüterte Afrikaner legen Wert auf ordentliche Kleidung.

Fliegende Händler 

Sie gehören zu den sieben Plagen Afrikas: Fliegende Händler tauchen an den unmöglichsten Orten auf, behängt mit Sonnenbrillen, Klobürsten, falschen Rolex-Uhren, chinesischen Radioweckern und anderem Tinnef, den man garantiert nicht braucht. Meist reicht eine kurze Handbewegung oder ein deutliches „No merci“, um sich endlosen Verkaufsgesprächen zu entziehen.

Frauen allein

Allein reisende schwarze Frauen jeden Alters sind in Senegambia etwas völlig Normales. Das ist mit ein Grund, warum auch weiße Frauen auf Reise kaum belästigt werden. Was nicht heißen soll, dass schwarze Männer nicht ihr Glück bei einer weißen Frau suchen. Im Gegenteil: Frau sollte sich nicht wundern, wenn wildfremde Männer ebenso charmant wie ungeniert nach dem Familienstandfragen. Oder gleich mit eindeutigen Avancen kommen. Denn die mögliche Bekanntschaft mit einer weißen Frau bedeutet weit mehr als nur die Aussicht auf ein sexuelles Abenteuer. Es ist die Hoffnung auf eine Einladung nach Europa, das heiß ersehnte Visum, kurzum: das vermeintliche Ende aller irdischen Sorgen. Die Botschaften in Dakar und Banjul können ein Lied davon singen, wenn schwarz-weiße Paare kurz entschlossen vor den Standesbeamten treten wollen.

Sicherheit und Kriminalität

Senegal gilt als sicheres Reiseland, sieht man einmal von der Casamance ab, wo die Unabhängigkeitsbewegung M.F.D.C. immer wieder mit Überfällen und bewaffneten Attacken von sich reden macht. Doch die Rebellen haben bislang davor zurückgeschreckt, ausländische Touristen ins Visier zu nehmen, denn das würde Frankreich auf den Plan rufen, das nicht nur in der Casamance mit Truppen präsent ist.

 
 
 
 

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